| Schulwegsicherheit |
|
|
|
Wie gefährlich schätzen Sie die Schulwege in Kehrsatz ein? Dies ist eine der 10 Fragen aus dem Fragebogen, der vom Elternrat Kehrsatz im November 2009 an alle Eltern von kindergarten- oder schulpflichtigen Kindern versandt wurde. Der beachtliche Rücklauf an Fragebögen von 43% zeigt das grosse Interesse der Eltern am Thema Schulwegsicherheit. Den vollständigen Bericht können Sie hier als PDF-Datei herunterladen: Schulwegsicherheit_Ergebnisse.pdf Wozu diese Befragung?Auslöser für die Umfrage waren gehäufte Meldungen von gefährlichen Verkehrssituationen, in die Kinder involviert waren. Der Elternrat versandte 324 Fragebögen mit dem Ziel, folgende Fragen zu ergründen:
1. Wie schätzen die Eltern die Gefährdung ihrer eigenen und anderer Kinder auf dem Schulweg ein?Diese Frage wurde von den Eltern auf den ersten Blick widersprüchlich beantwortet. Einerseits schätzen 75% der Eltern die Gefährdung der eigenen Kinder im Durchschnitt als eher tief ein. Andererseits beschreiben dieselben Eltern eine Vielzahl beobachteter prekärer Situationen mit anderen Kindern (157 Fälle). Mögliche Erklärung könnte sein, dass die Eltern nicht nur mehr Gelegenheiten haben fremde Kinder zu beobachten, sondern auch geneigt sind, bei fremden Kindern ein Fehlverhalten eher wahrzunehmen als bei den eigenen Kindern. 25% der Eltern erachten den Schulweg als gefährlich bis sehr gefährlich. Diese Zahl lässt aufhorchen. 2. Wo sehen die Eltern vor allem Handlungsbedarf?Die Ergebnisse der Befragung bestätigen bekannte Gefahrenorte und –situationen und decken weniger beachtete auf (Grafik 1). Es ist nachvollziehbar, dass die stark befahrenen und kurvenreichen, steilen Strassen als gefährlich eingestuft werden. Ebenfalls bildet der Bahnübergang einen bekannten Gefahrenherd. Erstaunlicher ist, dass die Zebrastreifen negativ bewertet werden. Die Vortrittsregel für Fussgänger scheint zu wenig bekannt zu sein oder zu wenig angewandt zu werden. Beim Zebrastreifen verhalten sich die Kinder zögerlich und unsicher und die Autofahrenden halten für wartende Personen oft nicht an. Im Sommer 2009 erlebten viele Eltern die Einführung der Zone mit Tempo 30 im Sandbühl als negativ und verunsichernd. Die Kinder vermissen die vertrauten Zebrastreifen und die Autofahrenden sind gemäss Eltern oft zu schnell unterwegs und stoppen für Wartende nicht mehr. Die Verkehrsregel besagt: In einer Zone mit Tempo 30 gibt es keine Zebrastreifen und die Fussgänger haben keinen Vortritt. In dieser Situation ist Toleranz von beiden Seiten gefordert. Grafik 1: meistgenannte Orte
Die Autos sind meistens die Auslöser von gefährlichen Situationen (Grafiken 2+3). Die Eltern betonen aber auch, dass ihre Kinder sich selbst durch unbedachtes Verhalten gefährden (z.B. zu zweit auf Velo / Scooter, ohne Licht, spielen auf dem Trottoir).
Grafik 2: genannte gefährliche Situationen
Grafik 3: gefährliche Situationen mit Autos 3. Welche Verbesserungen und Lösungsansätze schlagen die Eltern vor?Die vielen eingebrachten Massnahmen lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Verhaltensänderung der Verkehrteilnehmenden und Bauliches/Infrastruktur (Tabelle 4). Es ist bemerkenswert, wie stark der Einsatz der Polizei gefordert wird: einerseits in der Verkehrserziehung der Kinder, andererseits als Kontrollinstanz. Die Eltern nehmen sich selbst auch in die Pflicht, denn die Verantwortung für den Schul- und Kindergartenweg liegt bei ihnen. Im Bereich Infrastruktur schlagen die Eltern unter anderem eine verbesserte Signalisation oder weitere Verkehrsberuhigungsmassnahmen (z.B. Tempo 20/30, Bodenwellen) vor. Tabelle 4: vorgeschlagene Massnahmen (Ausschnitt)
Wie geht es nun weiter?Die Arbeitsgruppe Schulwegsicherheit führte erste Gespräche mit den Gemeindebehörden, den Schulleitungen und dem Polizeiinstruktor. Es besteht Einigkeit, dass die Schulwegsicherheit in Kehrsatz ein Dauerthema ist. Schulwegsicherheit – es betrifft uns alle!Die Schulwegsicherheit ist ein Thema, bei dem alle Beteiligten fortwährend gefordert sind:
Den vollständigen Bericht können Sie hier als PDF-Datei herunterladen: Schulwegsicherheit_Ergebnisse.pdfFür den Elternrat Kehrsatz |



